Leseprobe- Die zwei verschiedenen Welten

Unsere Erde wurde vor vielen Jahren in zwei verschiedene Welten getrennt. Die eine trug den Namen „Schwarzland“, die andere hieß „Goldreich“.

 

In Schwarzland schien auf den ersten Blick alles vollkommen in Ordnung zu sein. Die meisten Menschen gingen täglich ihrer Arbeit nach, die sehr hart war und lange dauerte. Ein kleiner Teil der Bewohner brauchte das nicht. Sie besaßen so viel Geld und Macht, dass alle Aufgaben von ihren Angestellten übernommen wurden. Das arbeitende Volk war damit beschäftigt, für ihr tägliches Leben zu sorgen. Sie hatten keine Zeit, über ihr Leid und Elend nachzudenken.

 

Die Menschen in Goldreich führten ein völlig anders Leben als die Menschen in Schwarzland. Sie hatten aufgehört, an der Macht und dem Geld festzuhalten. Stattdessen setzten sie ihr Wissen und ihre Energie dazu ein, eine friedliche, lebenswerte Welt zu schaffen. Sie erfanden neue, geniale Technologien. Durch das sinnvolle Einsetzen von Robotern in den Fabriken wurden die Menschen entlastet. Keiner brauchte viele Stunden täglich mit Arbeit zu verbringen. Sie hatten Zeit für sich, ihre Kinder, ihre Familie und für ihre Freunde. Sie waren hilfsbereit und fröhlich. Es gab keinen Lärm und keinen Gestank, weil sie kein Erdöl für ihre Maschinen und Autos mehr verwendeten. Sie nutzten nur umweltfreundlichen Strom. Sie lebten alle in schönen Häusern mit großen Gärten. Überall sah man die tollsten Autos. Es gab keinen Unterschied zwischen den Menschen. Keine Reichen und keine Armen, keinen Neid und keinen Hass, weil alle bekamen, was sie haben wollten und brauchten.

 

Nur die Reichen und Mächtigen wussten, wie gut es den Menschen in Goldreich wirklich ging. Keiner aus Schwarzland sollte je die Wahrheit erfahren. Denn damit würde der ganze Schwindel bekannt werden und die Schwarzleute könnte keiner mehr aufhalten, nach Goldreich zu laufen. Damit wäre ein für alle Mal Schluss mit dem schönen bequemen Leben, der Reichen und Mächtigen.

 

Beinahe hätte dieser Plan auch weiterhin funktioniert, wäre da nicht Samuel gewesen, ein kleiner, achtjähriger Junge, von seinen Eltern kurz „Sam“, genannt…

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